HEIKO GATJE

Die Suppe des Lebens, von einem Koch. 2001 bin ich aus Deutschland ausgewandert , oder besser gesagt auf die Suche gegangen. Dafür gab es mehrere Gründe. Ich hatte damals gerade den Radsport an den Nagel gehängt, den ich 5 Jahre lang sehr intensiv betrieben habe, und mich mit dem Windsurfen angefreundet. Das überwiegend kalte Klima in Norddeutschland war nur der eine Grund. Die totale Überreizung und die für mich unerträgliche Gesellschaft war der andere Grund. Mir war das alles viel zu viel, ich fühlte mich überfordert. Der Radsport war im Grunde genommen schon die erste Flucht, um nicht an dem in meinen Augen Irrsinn teil zu nehmen.

Ständige Bewertung und vergleiche nach Parametern, die garnicht für mein leben entscheidend waren. Keiner hat etwas hinterfragt. Alle waren gleich ferngesteuert. Viel arbeiten, viel Geld verdienen um dann viel zu kaufen, viel in den Urlaub zu fahren und viel feiern am Wochenende. Sich um das gleiche Glück zu bereichern, was man sich vorher selbst genommen hat.Sich seine Seele zurück zu holen, die man vorher selber verkauft hat. Ausser ein paar Profisportlern kannte ich auch niemand der sich auf seine Aufgaben bei der Arbeit gefreut hat. Arbeiten muss man in erster Linie um Geld zu verdienen. Bei rot bleibst du stehen, bei grün erlaubt der Gesetzgeber los zu gehen.

Du wirst oder du kannst nur wenn …. usw. Das war mein Mindset. Selber Verantwortung zu tragen und selber Entscheidungen zu treffen wurde mir in der Schule nicht beigebracht, die ich letzendlich auch desshalb so früh wie möglich verlassen habe. Verstanden habe ich damals nichts, nur dass ich kein Bock mehr hatte auf diese Opferrolle. Zum Glück gab es da ein par Windsurfer die durch Ihre Reisen in ferne Länder an ein anders Mindset gelangt sind. Die habe ich bewundert, und mich dazu bewegt, mich anderswo mal umzusehen. Der träumende Delphin, das Buch was sie mir geschenkt haben, ich kam zum ersten mal richtig ins grübeln. In Südafrika und auf Fuerteventura habe ich dann Menschen kennen gelehrnt, die nach dem Denken daheim, garnicht exestieren könnten, geschweige denn arbeiten oder gesund sein. Glücklich sowiso nicht. Nichts passte mehr zusammen.

Sie waren viel glücklicher, offener und einfach Menschlicher. Sie hatten aber wenig von dem, was ich glaubte zu brauchen, um glücklich zu sein. Sie brauchten keine Fressorgien mit 5-7 Gängen und auch keine Geschenkorgien. Sie hatten in ihrem normalem Leben, genug Zeit und Gelegenheit, sich selbst und anderen auf andere Weise Zuneigung und Interesse zu zeigen. Ich fühlte mich nun noch mehr betrogen von der Gesellschaft die ich kannte. ES musste doch ein Mittelweg geben. Von da an habe ich mir keine Vorwürfe mehr gemacht, wenn ich nur Sachen gemacht habe, von denen ich mir ausreichend Spass versprochen habe.

Am Ende sollte es genau dass sein, was mich am meissten weitergebracht hat. Nicht vergessen werde ich aber, dass negative Erlebnisse mich erst dazu bewegt haben etwas zu ändern. Also wo Licht ist, ist auch Schatten, und wenn es nicht so währe, würde das Spiel auch nicht funktionieren. Ich bin auf Fuerteventura geblieben, und habe immer versucht den Spass im Vordergrund zu hallten, oder zumindest etwas, was dazu führen könnte. Auf einer spassigen Helloweenparty lehrnte ich Laura kennen. Durch ein Catering für ein kleines Photoshooting in den Dühnen, was ich aus Spass für einen Freund inprovisiert habe , kam ich zu meinem eigenem Filmcatering, bis hinn zur Hollywood produktion mit Ridlley Scott. Dann kam Die Idee land zu kaufen und eine kleine Hütte drauf zu bauen. Daraus wurde Hausbau ohne Baufirma, ohne Wasser und Strom vor Ort in einer Steinwüste. Zusammen mit nur einem Angestelltem.

Zu dem ich aber ein ganz besonderes Verhälltnis habe. Es war mein Vater, weil er auch glaubte, dass würde in der Sonne viel Spass machen. Einige Sachen machen eben erstmal mehr Arbeit und später Spass.Wir brauchten so lange wie man für ein Baby braucht. 9 Monate. Danach wächst es natürlich weiter.So lange wohnten wir in einer 2,5m x 3,5m Bauhütte, um Miete zu sparen. Dann kam eine spassige Hochzeit mit Laura in Italien, und die 2 echten Babys, die ebenfalls ohne Spass nicht entstehen. Dann die www.7lemonshouse.com Idee, um Spass mit gleichgesinnten im Haus zu haben. Wobei die Idee schon zu Hausbauzeiten exestierte, aber durch das Catering verdrängt wurde.

Durch die sich verändernde Verhälltnisse, (herannwachsende Kinder) wurde von zu Hause arbeiten, und die alte Idee wieder interessant. Das Filmcatering wurde mir unwichtiger. Schau Dich um in der Welt, es gibt so viele Wege die besser zu Dir passen könnten, als den den Du schon kennst! Koch Dir Deine eigende Suppe, wenns Dir nicht schmeckt, oder Dein Bauchgefühl sagt, dass es Dir nicht bekommt. Auch wenn es unendlich viele Zutaten gibt,am Ende kochen die Anderen auch nur mit Wasser.